07.04.20 Raute 2 – Pat Lom 3

Einer hätte das nicht erwartet – Roland. Zwar hatte Herbert gesagt 09 Uhr legen wir los, aber das hatte er wohl Sekunden später völlig verdrängt. Er steht zwar auch früh auf, aber bis 09 Uhr ist er noch nicht warm gelaufen. Leicht gestresst steht er also vor mir: Es geht los – Herbert ist schon da! Herbert hat das Werkzeug um seine „Rauten an die Wand zu bekommen. Sicher hatte Roland auch nicht daran gedacht, dass er dann doch und tatsächlich, persönlich Hand anlegen muss. Muss er aber, denn die Rahmen sich groß uns ziemlich schwer. Und er hat die Verantwortung! Er muss über die Höhe und Position entscheiden. Dann muss er mithelfen den Rahmen festzuhalten. Bohren und Schrauben darf er nicht. Nachdem die erste Raute hängt, möchte Herbert einen Kaffee. Ups, Roland kocht zwar, schnorrt sich aber morgens, meist bei mir, einen Kaffee – er hat keinen 😎  Also zu mir und ich mache Kaffee. Man kann es nicht allen recht machen. Ich habe Thermobecher, da ist Herbert der Kaffee zu heiß, also mit dem Kaffee wieder zu Roland und erst mal die zweite Raute aufhängen. Rolands Stresslevel steigt wieder erheblich. Auch die zweite Raute hängt sehr schnell und der Kaffee ist jetzt auch etwas abgekühlt. Roland findet es super und ist erschöpft aber zufrieden. Der Akku von der Kamera war leer 🙄 Wir sind eher amüsiert. Das war aber dann noch nicht alles für heute. Herbert muss jetzt auch einen Deckenventilator haben. Ich kann mit der Gelben ja gut transportieren und fahre mit. Roland, nachdem er sich lange im Pool erholt hat, auch 😀 Wir fahren los und just in diesem Moment stellt Roland dann fest, dass er noch Tanken muss, dann wieder doch noch nicht und scheinbar auf der Fahrt dann wieder doch. Ich bin schon da, Herbert dann auch und Roland kommt nach ein paar Minuten auch. Einlasskontrolle wie immer. Ich habe leider meinen Mundschutz im Hemd gelassen, darf aber trotzdem rein (Jetzt habe ich mir einen Reserve-Mundschutz ins Moped gelegt 😉  ) Der Ventilator ist schnell ausgesucht und ein kleines Schränkchen wird auch gleich noch mitgenommen. Wir fahren zurück, ich gebe den Ventilator ab und hole mir meinen Mundschutz. Dann fahre ich nochmal los, eine Runde drehen. Hier soll sich eine „Streikbrecher-Kneipe“ befinden. Irgend eine „Kumpel“ von Jo hatte gesagt, dass in Richtung Laem Chabang schon Zelte wegen eventueller Kontrollen aufgebaut worden sind. Die Märkte und Geschäfte sind auf. Ich bin da lang gefahren und kann das nicht bestätigen. Sinnvoll, wenn auch illusorisch, wäre es, wenn alle „Allwissenden“ nur noch etwas verbreiten, was aus Hand und Fuß hat. Auch auf dem Highway 36 Richtung Rayong – nichts. Slow Ride ist auch komplett geschlossen. Masken sind scheinbar wieder einige produziert bzw. eingetroffen und wen schon nicht massiert werden darf, dann kann man eben anderes verkaufen. Ich besorge mir noch ein paar. Was ist noch nicht wirklich gesehen habe sind die einfachen Einmal-Teile. Chaba Massage ist immer noch zu. Da man sich nirgendwo mehr hinsetzen darf nutze ich eine 7eleven für eine kleine Pause. Eine kleine Melone geht für 20 THB auch mit und am Getränkemarkt kommen noch 3 Pakete Wasser dazu. Nach 50 km Fahrt komme ich wieder zurück. Keine Kontrolle und auch keinen Kontrollpunkt gesehen – wie immer aktueller Stand! Ein Treffen im Pool und dann wollte ich eigentlich etwas „computern“, aber Roland ruft an (der wohnt nur 5 Zimmer weiter 🙄  ): Der Handwerker für Herberts Ventilator ist schon da. Ich soll vorbeikommen und das „dokumentieren“! Ich mache ein paar Fotos währen die Beiden bei einem Nachmittagsbierchen sitzen und zuschauen. Er braucht für das Aufhängen eine gute Stunde und macht auch kaum Dreck. Ich bin dann wieder aus Zimmer, aber die beiden Helden können nicht anders, sie müssen unbedingt noch auf die Suche nach einem Frühabendbier gehen. In der Anlage fühlt sich jeder wohl. Und so sieht das Bild jetzt aus. Ich sagte schonmal, dass ich dafür kein Verständnis habe. Später bin ich dann wieder mal zur Taras „zurzeit nur Takeaway“ Restaurant gefahren und habe mir was für zu Hause geholt. Dort konnte ich dann auch gleich mal mein Karma verbessern. Ich sitze und warte aufs Essen. Es gibt hier auch „Berufungen“, die wir Mitteleuropäer uns nicht vorstellen können. Diese Dame sammelt aus den Mülltonnen, bevor die Müllabfuhr kommt, alles ein, was zu recyclen ist. Gerade jetzt, wo auch noch die Touristen fehlen, haben diese Menschen fast nichts mehr. Diese Dame braucht sich zumindest die nächsten Tage keine Gedanken mehr darüberzumachen. Ich nicht aber sie und ihre Familien können sich jetzt wieder Lebensmittel für eine Woche kaufen – und ich fühle mich gut – Win-Win dank Buddha
So hat mir das Essen noch besser geschmeckt. Das Pet Pet hat Tara aber Ernst gemeint 😀

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