Wenigstens brauche ich mir die nächsten Tage keine Gedanken über die Überschrift zu machen 😀
Gut geschlafen, aber wie immer früh aufgestanden. Erst mal nach Rolands COE geschaut: Nix Neues! Er wartet schon ungewöhnlich lange! Jetzt muss man aber auch wissen, dass gestern ein extrem wichtiger Feiertag in Thailand war. Zwar regiert im Moment König Rama X., aber sein Vater, der über alles geliebte und 2016 verstorbene König Rama IX. Bhumibol hatte am 05.12. Geburtstag. Und das ist dann gleichzeitig auch Vatertag. Rama X. hat es bis jetzt tunlichst vermieden das zu ändern. Zwar hat er als König einen gewissen Status, ist aber von Beliebtheit seines Vaters um Lichtjahre entfernt. Zusätzlich verstehen Thais mit ihren Feiertagen keinen Spaß. Liegt ein so wichtiger Feiertag am Wochenende, dann ist der Montag eben frei – ganz einfach. Und genau das hilft ihm natürlich nicht bei der Bearbeitungszeit. Er hat aber noch reichlich Zeit.
Ich schreibe den Blog und da kommt auch schon das Frühstück. Ein zaghaftes Klopfen.
Frisch gestärkt geht es weiter. Heute kann ich zu ersten Mal mein Essen bestellen. Das geht über ein Google Formular ganz einfach.
Der Blog ist geschrieben, die Aussicht ändert sich nicht, auch die nächsten Tage nicht.
Meine erste Trainingseinheit steht an. Kann ja nur sitzen und liegen und so habe ich mir vorgenommen neben ein paar Dehnungsübungen auf jeden fall täglich 10.000 Schritte zu laufen. Immer im Zimmer auf und ab.
Dann ist auch schon Mittag und kurz auch liegt der Lunch vor der Tür.
Pause und dann noch eine Einheit. Dann meldet sich Kalle. Der hat gestern Abend sein OK bekommen und weil er da etwas gefeiert hat will er heute seine Dokumente hochladen. OK, dann aber mal los. Roland meldet sich auch, aber er hat immer noch nichts.
Schau mir einen Film an und dann die letzte Einheit. Die 10.000 sind geschafft und das Abendessen steht vor der Tür.
Klar, das genau in dem Moment Kalle wieder anruft. Er ist zusammen mit Otto vor dem Rechner und die beiden bekommen es nicht hin. Kalle soll mir zeigen was eingetippt wird, aber auch das klappt nicht. Anderer Plan: schick mir die Hotelbestätigung per Mail und ich mache das von hier aus. In der Zwischenzeit kann ich dann zu Abend essen. Die Mail kommt und ich habe es schnell eingegeben. Dann noch mal bei Kalle gemeldet und ihn auf meinen Bildschirm schauen lassen, damit er es noch mal kontrollieren kann. Abgeschickt und fertig. Jetzt muss er wieder auf Antwort warten. Und dunkel ist auch schon. Über 10.500 Schritte und er erste volle Tag der Quarantäne sind geschafft.
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05.12.20 Ankunft, Einreise und Beginn der Quarantäne
Die Sitze sind schon bequemer, der Service ist etwas eingeschränkt, aber mehr kann ich auch nicht dazu sagen, denn den Flug verschlafe ich, auch das Frühstück. Ich wache eine dreiviertel Stunde vor der Landung auf. Da ist schon alles abgeräumt. Auf dem Suvarnabhumi Airport herrscht auch gähnende Leere. Das Aussteigen geht heute streng nach Reihen und es wird sich dran gehalten. Nach den ersten Metern auf thailändischem Flughafenboden sehe ich schon die ersten Stuhlreihen.

Dort wird mir ein Platz zugewiesen und eine Dame im Schutzanzug fragt nach meinen Unterlagen. Auch hierauf war ich, im Gegensatz zu manch anderem vorbereitet und so ging die Kontrolle schnell. Ich bekomme einen Anhänger, der mein ASQ Hotel anzeigt (Nummer 75 scheint das Chor Cher Hotel zu sein). Danach bitte bei der Schlange anstellen, denn das war nur die Vorabkontrolle. Jetzt folgt die Richtige des Health&Disease Departments.
Auch hier wird noch mal alles genau kontrolliert. Wieder alles schnell erledigt – wie schon gesagt vorbereitet. Jetzt darf ich weiter zur Immigration, klar, alles leer. Komme direkt dran und hier werden nochmal alle Unterlagen gecheckt.
Dann ist der Einreisestempel endlich drin. Und weiter zum Gepäckband, wo sich meine Koffer schon auf dem Band drehen. Ab durch den Zoll und dann wird man mit Bändern zu einem Ausgang geleitet.
Dort stehen 20-30 ziemlich coronaschutzverpackte Thais, die auf die Ankommenden warten. Einer ruft: djet-zip-ha (75, mein Hotel) und schon kommt jemand auf mich zu. Zuerst kann ich nicht erkennen, ob Mann oder Frau.
Ein Mann, und der geleitet mich dann zu den Minibussen. Ich muss ein paar Minuten warten. Ungewohnt angenehme Temperaturen 23°. Nur hier an diesem Ausgang ist etwas los. Wahrscheinlich ist im nationalen Bereich etwas mehr los, hier im internationalen Bereich sind wir die einzige Maschine, die jetzt angekommen ist. Geflogen sind wir mit einem Airbus A350-900. Die hat 192 Sitzplätze und ich schätze mal, dass ca. 150 Personen an Bord waren. Schon in Frankfurt habe ich festgestellt, dass mindestens ein Drittel der Passagiere nicht aus Deutschland kamen. Franzosen, Spanier, Amerikaner, alles war dabei. Also so ca. 50 Deutsche, 50 Nicht-Deutsche und noch mal ca. 50 Thais.
Der Minibus kommt und mit mir steigt noch jemand ein, ein Belgier. Thema während der Fahrt war natürlich: wie hat man das Einreiseprocedere hinter sich gebracht. Er hatte Glück, denn der Konsul in Antwerpen wollte ihm eine Wohnung vermieten. Als er aber nicht interessiert war, wurde es auch bei ihm etwas hakeliger und er musste den Botschafter kontaktieren. Dann ging aber alles schnell. Die Fahrt dauert ca. 30 Minuten. Das Hotel liegt östlich vom Flughafen, also nicht in Richtung Innenstadt, direkt in der Nähe der Assumption Universität.
Ich habe das Chor Cher Hotel gewählt, weil es viele wichtige Kriterien erfüllt. Es ist ja nicht direkt für den „Urlaub“ ausgesucht. Das Hotel sollte zumindest einen kleinen Balkon haben, sodass man das mal nach draußen sehen kann und frische Luft hereinlassen kann. Nachfolgende Raucher nutzen den Balkon dann auch noch anders 😉 Das Zimmer sollte eine gewisse Größe haben, denn man ist schließlich 15 Tage fast nur auf dem Zimmer. Großer Kühlschrank, gutes Internet, Schreibtisch und Stuhl (ganz wichtig, denn man muss sich ja irgendwie beschäftigen). Und es sollte bezahlbar sein, denn die Quarantäne muss man selbst zahlen.
Der Belgier steigt in einem anderen Hotelteil aus. Ich werde etwas weitergefahren, bekommen eine Schlüsselkarte, werde zum Aufzug geleitet und fahre alleine in den 6. Stock zu meinem Zimmer. Wie alle, zu denen ich bis jetzt Kontakt hatte, tragen auch hier die Angestellten Plastikschürzen Mundschutz, Papierhauben auf dem Kopf und ein Gesichtsschutz aus Plexiglas.
Mein Gepäck steht schon auf dem Zimmer und ich mache erst mal einen Rundgang.

Das ist die Universität
Alles so wie ich es erwartet habe. Die Klimaanlage ist an, aber ich brauche sie nicht. Ist nicht so warm und ich mache die Balkontür auf. Dabei stelle ich fest, dass die Batterien der Fernbedienung leer sind. Erster Check ist natürlich das Internet. Hatte mir am Flughafen gleich mal einen Tag Internet gebucht und das war auch gut so, denn ich bekomme im Zimmer erst mal keine Verbindung, weil der Router oft nicht mal „sichtbar“ war. Über mein Handy kann ich mich aber per LINE (das asiatische WhatsApp) mit dem Hotel verbinden. Ich schildere mein Problem und frage auch gleich nach neuen Batterien. Es klopft und es steht, das Mittagessen (Schweinefleisch Süß-Sauer).
Das wird normalerweise auch über LINE vorbestellt, geht aber immer nur bis 12 Uhr und da bin ich heute zu spät. Wenn ich morgen bestelle, dann das Essen von übermorgen. Kein Problem, ich bin ja genügsam. Man kümmert sich um das Problem und ich fange an auszupacken. 2 Wochen, da ist es sinnlos aus dem Koffer zu leben. Zuerst aber mal einen Kaffee. Ich hatte heute noch keinen, habe ja das Frühstück im Flieger verpasst. Da geht auch noch einer. Es ist zwar alles da, aber ich habe ja zu Sicherheit auch alles mitgenommen. Vieles davon hätte ich nicht gebraucht, aber wissen konnte ich das nicht. Es klopft wieder und ein „Maskierter“ steht vor der Tür. Er hat Batterien und einen Hotspot in der Hand. Der wird angeschlossen und jetzt gibt es auch gutes Internet im Zimmer.
Auspacken fertig, komme ich doch mal zum spaßigen Teil. Elektronische Ausrüstung aufbauen. An den Hotspot kommt mein eigener Router dran. Das Laptop wird per HDMI mit dem Fernseher verbunden und ist jetzt mein 2. Bildschirm. Der Ton kommt aus meiner Bluetooth-Box – läuft 😀
Da klopft es auch schon an der Tür, zaghaft, das Abendessen. Genau wie das Mittagessen Thaifood (Grünes Curry). Auch lecker.
Es kommt übrigens immer in den Plastik-Boxen. Das ist so vorgeschrieben. Der Müll wird dann in rote Plastikbeutel gepackt, verschlossen und dann wieder vor die Tür gestellt. In der Schüssel kann dann die kleine Wäsche gemacht
Natürlich habe ich viele Bilder versprochen und ich tue mein bestes, aber ich will keinen mecker hören, weil nicht viel Abwechslung dabei ist. Bin halt 2 Wochen an das Zimmer gebunden.
04.12.20 Abflug
Immer noch bin ich erstaunt, was ich alles mitnehme. Alles ist fertig und ich habe noch eine Stunde bis mich Subir abholt und zum Bahnhof bringt.

Sehr pünktlich ist er und so sind wir auch schon früh am Bahnhof. Gleis 4 und da wird natürlich gerade die Rolltreppe renoviert.
Zum Glück gibt es noch einen Fahrstuhl bei all meinem Gepäck. Und natürlich fährt der Zug, ohne Ansage, in umgekehrter Wagenreihung in den Bahnhof. Einmal mit dem Gepäck den ganzen Zug entlang 😳 Aber alles OK und die Fahrt verläuft ruhig. Kontrolle – keine.
Schon in Köln war der Bahnhof ungewöhnlich leer. Am Flughafen in Frankfurt sind schon ein paar Menschen mehr, aber zu früheren Zeiten extrem wenig. Einchecken diesmal bei der Lufthansa im Bereich A – ungewohnt, da kenne ich mich nicht so gut aus.
Die Dame am Check-in ist froh, dass ich so gut vorbereitet bin. Ich habe alle nötigen Dokumente und so bin ich relativ schnell fertig. Hätte deutlich länger gedauert, wenn ich bei Economy einchecken müsste, aber dank der Goldkarte kann ich bei Business und da ist die Schlange viel kürzer. Dachte ich fliege im Bereich B ab, aber diesmal ist das anders. Bereich Z über Bereich A und da ist keine Lounge. Man soll die im Bereich A nutzen. Nach der Sicherheitskontrolle, die, wie in Frankfurt üblich, wieder extrem lange dauert.

Viele Lounges sind zu und so ist die Senator Lounge auch recht voll.
Den üblichen Speisen und Getränke Service kann man nicht nutzen.
An einem Punkt steht eine Dame mit Sandwiches, Wasser, Kaffee und Tee. Ich hole mir ein Sandwich und ein Wasser. Ham&Cheese ganz lecker. Dann eine Durchsage: Essen und Trinken sind in der Lounge nicht erlaubt. Alles nur zum Mitnehmen nach draußen 😳 Corona machts möglich. Telefon: Kalle! Er hat jetzt die Bestätigung vom Hotel bekommen; das hat er mir allerdings gestern auch schon gesagt. Was er denn jetzt zu tun hätte? Lieber Kalle, ich habe mir die Mühe gemacht Dir alles haarklein aufzuschreiben und in den letzten beiden Tagen bestimmt auch 10 Mal gesagt, dass Du warten sollst, bis die das erste OK vom COE bekommst. Dann Flugdaten eintragen und das Ticket mit der Hotelbestätigung hochladen. Lies Dir einfach durch, was ich Dir geschrieben habe. Ich sitze gerade in Frankfurt und habe noch 2 Stunden bis zum Abflug. Er schaut mal und wenn er noch eine Frage hat … 😯
Dann schreibe ich halt was im Blog und nehme mir gleich noch Sandwich mit, wenn ich mich nach Z begebe. Ich muss dann noch durch die Passkontrolle und da muss ich eh etwas früher aus der Lounge raus. Ich werde aber Kalle noch den Gefallen tun und mal schauen, ob es hier auch einen Raucherbereich in der Lounge gibt.
Gibt es und schon ruft er auch wieder an. Auch wenn er überfordert war, ich wurde etwas ungehalten, nachdem er mal wieder sagte: habe ich nicht. Hatte er doch, wusste nur mal wieder nicht wo. Er war schon kurz vor dem Aufgeben, aber letztendlich haben wir es doch gefunden. Jetzt muss ich aber los zum Gate. Eine Etage rauf und dann ganz nach hinten durch.
Dort dann auch eine erhebliche Schlange, denn hier wird noch mal alles kontrolliert. Ist ja schon beim Check-in passiert, wenn auch nur oberflächlich. Jetzt aber intensiv und für alle Passagier nur mit 2 Personen und das dauert.
Als ich endlich dran war, geht es bei mir doch recht schnell, wie gesagt, vorbereitet. Mittlerweile war auch schon die Abflugzeit erreicht, aber die Schlange war noch lang. Ich kann die Treppe runter und zur Maschine.
Fliege Premium Economy, zum ersten Mal.
03.12.20 Endphase
Ich brauche Dokumente in Frankfurt am Flughafen, in Bangkok am Flughafen und in Bangkok an der Immigration. Einiges doppelt und dreifach, aber unklar ist, ob die jeweils einbehalten werden. Also alles für die jeweiligen Anlaufpunkte ausdrucken und einzeln zusammenstellen. Sortieren und trennen. In die 4 Hülle kommt alles das, was ich noch so übrig habe. Heute muss ich dann in der Wohnung noch klar Schiff machen und die Koffer packen. Die werden schon mal aus dem Keller geholt. Eine Sache will ich noch kaufen und so geht es schnell mal zum Lidl. Dazu komme ich aber erst gar nicht. Kalle per Skype kurz nach acht, eigentlich gar nicht seine Zeit. Er hat jetzt seine Hotelbestätigung bekommen. Das Hotel hatte ich gestern ja auch noch für ihn gebucht. Was er seit 2 Tagen hätte machen sollen, hat er natürlich nicht gemacht und so richtig verstanden, was die jetzt von ihm wollen, hat er auch nicht, kann es, ähnlich wie Roland, auch nicht erklären.
Ich schalte mich auf seinen Rechner, damit ich damit heute noch fertig werde. Er soll die „AGB“ unterschreiben und die Autorisierung für die Kreditkartenzahlung. Beider muss unterschrieben ans Hotel zurück. Kalle hat keinen Drucker und schon gar keinen Scanner. Na gut, ich mach das schon. Schick mir alles per WhatsApp und ist bastele es zusammen und schicke es ihm wieder zu. Jetzt muss er es nur noch ans Hotel weiterleiten. Eigentlich ja kein Problem, scheinbar aber doch. Dafür habe ich aber jetzt echt keine Zeit mehr. Da soll er seinen Schwager Otto fragen und ihn um Hilfe bitten. Ich bin ja ab morgen unterwegs.
Schnell zum Lidl und wieder zurück. Normalerweise komme ich ja bequem mit einem Koffer aus, diesmal nicht. Da wird noch ein zusätzlicher Trolley fällig, denn ich muss deutlich mehr mitnehmen wie sonst. Badartikel nehme ich nie mit, habe ja alle vor Ort – jetzt aber das komplette Programm, denn ich starte ja mit 2 Wochen Quarantäne im Hotel. Da ist nichts zu kaufen und so sollte man vorbereitet sein. Dass mir der Kaffee ausgeht, kann ich nicht zulassen, also Kaffee! Und so kommt eins zum anderen. Hier was, da was, es wird mehr und mehr. Das was sich so über die Zeit zur „normalen“ Mitnahme angesammelt hat sowieso und auch Klamotten für 14 Tage im Zimmer und dabei habe ich reichlich vor Ort. Weihnachten ist ja auch noch und der Staff vom The Garden verdient auch eine Kleinigkeit. Also Koffer voll, Trolley voll, Bordtrolley und Laptoptasche mit dem Üblichen bestückt. Alles gut, alles passt.
Jetzt noch der bis zuletzt aufgeschobene ungeliebte Teil – Wohnung auf Vordermann bringen. Endlich auch erledigt und noch eine Tasse Kaffee. Kalle am Telefon – Skype traut er sich sicher nicht. Otto ist bei ihm aber er will sich doch noch mal rückversichern. Ich bin jetzt ganz entspannt, muss nur noch etwas synchronisieren und dann bin ich durch.
02.12.20 Älter aber negativ
In Begleitung von Roland geht es zum Covid-19 Test. Das Labor Dr. Quade auf der Aachener Str. habe ich ausgesucht, da man dort garantiert die Antwort innerhalb von 24 Stunden bekommt. Roland ist heute nur Komparse, denn da er erst nächste Woche fliegt, ist es sinnlos, sich heute testen zu lassen. Wir sind kurz nach acht Uhr da. So 6-8 sind vor uns. Erst geht es etwas schleppen, weil noch nicht alle da sind und es erst vorbereitet werden muss. Als es dann aber wirklich losgeht, nach gut 15 Minuten, geht alles sehr schnell. Termin hat hier keiner, aber alle sind schon registriert. Beim Bezahlen zeigt man seine Labornummer vor und zahlt die 80 EUR. Dan in die nächste Tür. Da wird dann der Abstrich genommen. Die Laborantin ist einem Mini-Raumanzug versehen. Hier wird dann der QR-Code gescannt und noch mal alles kontrolliert. Dann kommt das Stäbchen unerwartet tief in beide Nasenlöcher und fertig. Ungewöhnlich, unerwartet, aber nicht schlimm. Fertig, ich kann gehen. Das Ergebnis bekomme ich per Mail und SMS, wie gewünscht in Englisch. Roland ist erstaunt wie entspannt das alles ging. Wir fahren zurück und es gibt erst mal einen Kaffee. Nebenbei bin ich über nach auch noch ein Jahr älter geworden und ich habe nicht mal etwas gemerkt. Was ist jetzt noch von mir zu tun.
Erst mal nichts, denn Roland verlangt meine Aufmerksamkeit. Er braucht noch mal einen genauen Ablauf und noch ein paar Ausdrucke. Den Ablauf erstelle ich und die Ausdrucke gebe ich ihm auch mit. Gegen 11 Uhr fährt er und ich fange mal mit meiner Buchhaltung an. Die will ich bis Ende November fertigmachen bevor ich fliege. Dann per Skype Kalle, der sein Visum erhalten hat und jetzt das COE Prozedere starten will. Leider ist er überfordert und so bin ich wieder an der Reihe. Eine gute Stunde später ist auch das erledigt und ich mache weiter. Gegen 14 Uhr dann wieder Roland; er meint, dass er eventuell irgendetwas an seinem Handy zerschossen hat. Irgendetwas mit seiner E-Mail. Mit seiner „Erklärung“ kann ich aber nichts anfangen, weiß auch nicht wo er das Problem sieht. Er kann senden und empfangen und außerdem habe ich jetzt keine Zeit. Ich will fertig, damit Gaby im Januar etwas zu tun hat 🙄
In dem Moment kommt auch die Mail vom Labor – NEGATIV aus Covid-19 😀
Also noch eine kleine Unterbrechung: Ergebnis speichern und gleich ein paar mal ausdrucken. Dann noch mal alle geforderten Dokumente zusammenstellen und an das Quarantäne-Hotel schicken. Einiges liegt schon vor, aber ich schick lieber noch mal alles zusammen.
– Reisepass
– Ticket
– Versicherungsnachweis
– Fit to Fly
– COE
– Covid-19 Test
Noch den Oktober und den November dann bin ich durch. Eile ist angesagt, denn das Schwesterchen will das ich zum „Geburtstagsessen zu ihr komme. Es gibt Thai-Food von Krua Thai und ich bin der, der es holt 🙄
Lecker ist es ja immer. Morgen dann noch die letzten Vorbereitungen.
01.12.20 Nur noch eine Vorhut
Tolle Nachricht am frühen Morgen. Rechner angemacht und direkt eine Mail vom Konsulat gesehen 01:12 Uhr versendet, mitten in der Nacht. Mein COE ist bestätigt. Ich bin quasi durch. Es ist kurz nach 6 Uhr und ich schreibe mal Roland und Günter eine WA. Rolands Status überprüfe ich auch gleich – keine Antwort.
Kurz vor acht ruft Roland an und wir sprechen noch mal über das Thema. Er sieht ein, dass das Risiko zu groß ist, weil ich ja Donnerstag fast nichts mehr ändern kann und Freitag schon mal gar nicht. Er entscheidet sich dann doch dafür umzubuchen. Damit hat er reichlich Zeit und sitzt nicht auf heißen Kohlen. Ich fliege dann wohl mit Günter und er zusammen mit Kalle (Der wartet allerdings noch auf das Visum). Das Gespräch wird beendet, denn ich will mich direkt um Rolands Umbuchung kümmern. Hotel wird angeschrieben und die Lufthansa angerufen. Ticket ist schnell geändert und Ariya vom Hotel antwortet auch schnell. Man hat die Änderung angenommen und schickt später die neue Bestätigung – brav.
Telefon, es ist Günter. Bevor ich ihm das mit Roland sagen kann, hör ich, dass er sein COE NICHT bestätigt wurde. Warum nicht? Er hat die falsche Versicherungsbestätigung hochgeladen. Hat nicht draufgeschaut und eine hochgeladen, wo nicht explizit eine Deckung vom 100.000 USD im Falle von einer Covid Infektion bestätigt wurde. Das war natürlich keine gute Idee und es ist auch nachzuvollziehen, dass er kein OK bekommen hat. Jetzt ist der damit aber auch nur ganz knapp weiter als Roland, denn er muss sich ja jetzt auch erst eine neue Bestätigung, dann noch mal alles hochladen und wieder warten bis er dann das COE bekommt. Kann klappen, muss aber nicht. Auch er entscheidet sich dafür alles, um eine Woche zu verschieben und dann auch am 11.12. zu fliegen. Hotel und Flug ändert er selbst.
Dann bin ich wohl am Freitag ganz alleine unterwegs und werde bzw. muss die Haupttruppe mit Informationen versorgen. Dass ich nicht dabei bin, macht Roland zu schaffen denn auch wenn er jetzt genug Zeit hat, hat er Angst, dass er noch was falsch macht. Ich bin auch weiter für ihn da, auch wenn ich weiter weg bin.
Jetzt aber erst mal um mich selbst kümmern. Erst mal zum Arzt und mir schon mal meine „Fit to Fly“ Bescheinigung holen. Eigentlich einen Tag zu früh, aber geht beim Doch auch für den 02. durch 😆
Hatte auch noch einen neuen Personalausweis beantragt, der wird auch noch abgeholt und etwas zum Mitnehmen muss auch noch eingekauft werden.
Eigentlich wollte ich heute noch was anderes erledigen, aber die kurzfristigen Umbuchungen haben Zeit gekostet. Morgen geht es dann zum Covid Test. 08 Uhr stehen wir vor der Labortür! Ja, WIR denn Roland will unbedingt mitkommen und sich das ansehen. Wo es ist und wie es so abgeht. Da kennt er keine Kompromisse 😀
Konnte ihn aber davon überzeugen, dass es für ihn sinnlos ist morgen auch einen Test zu machen. Das wären 80 EUR aus dem Fenster geworfen.
30.11.20 Schwere Entscheidung
Wir drei sind gleichzeitig gestartet, aber wenn ich so darüber nachdenke ist aber auch nichts bei uns Dreien gleich gelaufen. Montag und in 4 Tagen ist Abflug. Leider hat Roland noch immer kein OK vom erster Teil des COE Antrags. Günter und ich bekamen es ja schon Samstag und unser Teil 2 läuft. Am Nachmittag muss ich mal unbedingt mit Roland sprechen und ihm mal die Situation klarmachen.
Sollte er Dienstag das OK für Teil 1 bekommen dann muss er noch die nächsten Daten hochladen (wahrscheinlich mache ich das 😀 ) und wieder auf die Antwort warten! Kann auch wieder 2-3 Tage dauern! Wäre dann Donnerstag oder Freitag, also entweder auf dem letzten Drücker oder zu spät. Bekommt er das OK nicht am Dienstag wird es sowieso zu spät.
Ich bitte ihn über nach nachzudenken, ob er die Abreise nicht eine Woche nach hinten schiebt und am 11.12. zusammen mit Kalle fliegt. Erst jetzt wird ihm die Lage klar und er wird sicher eine unruhige nach haben 😥
28.11.20 Teilerfolg
Morgens schon mal die ersten Einkäufe gemacht. Was so mitzunehmen ist, so für die Quarantäne Zeit. Normalerweise bekomme ich alles, was ich brauche, in Thailand, aber in der Quarantäne Zeit? Ich komme ja dann nicht aus dem Zimmer raus und ich bin ja immer gerne vorbereitet. Kaffee darf mir nicht ausgehen. Da habe ich mal gleich ein Glas gekauft und Milchpulver gleich mit. Das wäre gesichert. Getränke geht ja nicht und mit Wasser komme ich zurecht. Für den Geschmack werden noch 1-2 Röhrchen Multivitamin Tabletten besorgt. Essen wird geliefert. Da hört man ganz unterschiedliche Sachen. Um auf Nummer sicher zu gehen, habe ich mir noch 2 kleine Salamis besorgt. Die sind haltbar. Ich überlege noch, ob ich 1-2 Päckchen Scheibletten und etwas Schwarzbrot mitnehmen soll. Haltbar und schaden kann es ja nichts. Senf habe ich auch, meine Gewürzmischung mache ich mir noch und ich überlege noch an einer kleinen Flasche Tomatenketchup. Könnte mir den Tag retten und schlaff gewürzte Gerichte aufpeppen. Für Kwan und den Staff vom The Garden habe ich auch schon was als kleines Mitbringsel besorgt. Dann wird noch was Süßes besorgt, aber reduziert, denn davon wird, egal welche Menge, nichts übrig bleiben, wie ich mich kenne. Reine Nervennahrung 😉 Und für Torti habe ich schon gekörnte Brühe besorgt. Die kann er immer brauchen.
Meinen aktuellen Status habe ich regelmäßig überprüft, auch wenn ich glaube, da tut sich heute nichts. Werde aber gegen 16 Uhr überrascht – COE Teil 1 ist bestätigt und sofort lade ich die Dokumente für Teil 2 hoch.
Damit hatte ich erst Montag gerechnet, umso besser, macht alles etwas entspannter. Kommt auch gleich eine Nachricht von Günter, er hat auch schon begonnen mit Teil 2. Ich muss jetzt wieder warten und schau mal bei Roland rein. Da hat sich noch nichts getan, sein Antrag ist ja auch ein Tag später gestellt worden. Ich versuche ihn ans Telefon zu bekommen und ihn über die guten Neuigkeiten zu informieren. Ist mal wieder schwierig, denn er scheint mal wieder in irgendeinem Keller zu hocken – ist ja Fußball heute. Dann erreiche ich ihn, aber er versteht die gute Nachricht erst mal nicht, weil er ja eben noch keine Nachricht hat. Dass aber die Bearbeitung deutlich schneller gegangen ist wie geplant, muss ich ihm erst noch mal klarmachen. Eigentlich ein unerwartet erfolgreicher Tag.
Wie geht es weiter?
Erst mal auf das COE warten – schätze Montag/Dienstag werde ich Antwort und das COE haben
Roland wird wohl Montag Teil 1 und Mittwoch/Donnerstag das COE erhalten.
Dienstag werde ich mal zum Doc gehen und nach dem „Fit to Fly“ fragen. Das muss dann allerdings mit dem Datum vom Mittwoch versehen werden, weil 72 Stunden vorgeschrieben werden.
Mittwoch dann um 08 Uhr morgens zum Covid-19 Test beim Labor Dr. Quade auch der Aachener Str. Die garantieren das Ergebnis in Englisch innerhalb vom 24 Stunden und das ist wichtig. Roland und Günter kommen auch – wir machen das zusammen.
Donnerstag dann die letzten Besorgungen und den Koffer packen.
Freitag dann um 10:18 Uhr Abfahrt nach Frankfurt von Köln HBF und
Beginn der „Corona kann mich mal Tour“
27.11.20 Rolands Visum ist da
Morgens schon ist die Bestätigung für das Quarantäne-Hotel im Posteingang. Für mich und Roland, aber nicht für Günter. Warum ich auch die für Roland bekomme, schätze, weil ich auch seinen Pass ans Hotel weitergeleitet habe. Günter hat das ja selbst gemacht. Der hat auch Nachricht bekommen, er soll bezahlen, aber keine Bestätigung. Er klärt das. Ich kann Roland irgendwie mit zum Bahnhof mitnehmen. Jetzt muss er alleine weiter. Ich muss noch was Taxi fahren. Immer mal wieder auf die COE Seite gegangen und geprüft, ob schon eine Antwort da ist – ist ja eigentlich noch zu früh, aber man kann ja nie wissen
Kurz vor 15 Uhr rufe ich Roland mal an. Visum hat er, es war extrem stressig, weil doch wider erwartend viele Leute bei der Botschaft waren. Er, das kleine Wiesel, hat sich aber vorgemogelt, denn um 15 Uhr war seine Rückfahrt gebucht. Er schafft es auch mir vom Bahnhof in Frankfurt ein Bild vom Visum zu schicken und so kann ich schon mal seine COE Anmeldung starten.
Wenigstens ein paar Stunden gewonnen. Zwei Stunden später ist er wieder bei mir, logisch, fertig mit der Welt. Nächster Punkt ist die Bezahlung des Hotels. Wir sind vorbereitet, alle haben ein Konto im Land, ausreichend gefüllt, und von da aus soll überwiesen werden. Anders als in Deutschland sind Überweisungen dort innerhalb von Sekunden auf dem anderen Konto. Roland hat auch meine Bank und so beginne ich mal um es ihm noch mal zu zeigen. Auf einmal höre ich ein „OH OH“ neben mir, als ich das OTP (vergleichbar mit der TAN) erhalte, um die Überweisung abzuschließen. Alles OK, aber mir schwand nichts Gutes und ich habe auch schon eine Ahnung warum ich dieses „OH OH“ gehört habe. Meine Überweisung ist abgeschlossen und jetzt zu Roland. Roland was ist los? Meine Ahnung stellt sich als richtig heraus! Typisch Roland Motto: Brauch ich nicht, dann mach ich es auch nicht, weil mich das nur verwirrt. So jetzt auch! So wie er ja in Deutschland auch Internet auf seinem Handy nicht „braucht“ und es somit auch nicht nutzen kann, so hat er darauf verzichtet seine Thai Handykarte (natürlich hat er da auch kein Internet und ist auch dort immer auf WLAN angewiesen) nicht für das Roaming freigeschaltet. Das war mir eigentlich schon klar und weil mir das klar war, hatte ich ihm dringend ans Herz gelegt das zu ändern oder aber zumindest, kurz vor der Abreise aus Thailand, die hinterlegte Nummer in seinem Thai Konto durch die deutsche Handynummer zu ersetzen. DENN bei einer Transaktion schickt die Bank diese TAN an die hinterlegte Nummer. Das „OH OH“ kam also aus der Richtung!
Er hat weder das Roaming freigeschaltet, noch die Nummer geändert. Als wir jetzt seine Überweisung machen wollten, konnten wir die natürlich nicht abschließen, denn in Deutschland kann er ja die Thai Karten nicht nutzen und somit auch kein OTP empfangen.
Jetzt wird er völlig panisch. So geht es auf jeden Fall nicht. Was nun? Kreditkarte? Hat er, aber natürlich weiß er nicht, ob die Deckung ausreicht. ICH schau mal auf seinem Konto nach – mehr als ausreichend, viel zu hoch ist der Verfügungsrahmen (Montag geht er zur Bank und reduziert den auf einen vernünftigen Betrag). Da er aber auch keine Ahnung von Kreditkarten hat, ist ihm auch nicht klar, wie er denn jetzt so bezahlen kann. Ich erkläre es ihm nochmal und schicke dann mit meiner Zahlungsbestätigung seien Kreditkartendaten ans Hotel. Hätte man auch schon bei der Bestellung eingeben könne, aber da wollte er ja noch überweisen.
Übrigens auch Günter hatte das gleiche Problem
Jetzt warten wir wieder
25.11.20 Fragen über Fragen
Gut geschlafen habe ich nicht, denn gestern am späten Nachmittag rief Roland an. Der erzählte, dass Günter (ein Freund von ihm, der quasi mit uns reisen will, aber fast alles selbst gemacht hat) eine Mail vom Konsulat in Frankfurt bekommen hat – Sein Pass würde verschickt und käme mit der Post! An sich eine gute Info.
Ich frage mich allerdings wieso? Günter hat sein Visum nach uns beantragt. Günter hat die „fehlende“ Versicherungsbescheinigung Montag verschickt und wir schon Freitag, also warum haben wir denn keine Benachrichtigung bekommen. Etwas anderes wie warten, können wir aber nicht.
Heute kurz vor 14 Uhr noch ein Anruf von Roland! Er hat eine Mail bekommen: Sein Visum wäre erteilt und er solle doch seinen Pass in Frankfurt abholen – Mo.–Fr. 14 Uhr ???
Ich habe keine bekommen und Günter hat auch noch keine Post! Warum soll Roland seinen Pass abholen? Der ist natürlich völlig fertig und weiß nicht was zu tun ist. Wir, und damit meint er mich, können nur versuchen in Frankfurt anzurufen und das zu klären, denn eigentlich haben Roland und ich zusammen das Visum beantragt mit einem Anschreiben und einem Rückumschlag, haben zusammen in einem Umschlag die Versicherungsbescheinigung verschickt. Warum sollte also „nur“ er seinen Pass abholen müssen und was ist eigentlich mit meinem Pass? Das interessiert mich natürlich brennend, es ist 14 Uhr und da kann man theoretisch dort anrufen. Das versuche ich dann auch, gelegentlich von Roland unterbrochen. Schreibe gleichzeitig eine Mail, mit der Bitte um Information und/oder Rückruf. Anrufen kann man von 14 bis 16 Uhr. Ich aktiviere ein Wähl Programm, weil ja immer besetzt ist. Ca. 20 Mal habe ich ein Freizeichen, aber es geht niemand ans Telefon. Ich behaupte, das Telefon stand auf lautlos und wurde 2 über 2 Stunden nicht beachtet. Da hat keiner telefoniert und da ist keiner durchgekommen. Insgesamt habe ich, über die App, die Nummer ca. 1000 Mal gewählt!!! Erfolglos!!!
Erneute Telefonseelsorge mit Roland: Was ist passiert, was ist zu tun?
Günter lassen wir mal raus, der hat ja alles selbst gemacht. Ich gehe mal davon aus, dass das Konsulat, trotz unserer gemeinsamen Beantragung, mit Begleitschreiben, die Pässe „getrennt“ hat. Eine Logik sehe ich darin auch nicht, aber wissen tun wir das erst, wenn ICH Post bekomme, denn da wir ja alles gemeinsam verschickt haben muss ich ja eigentlich auch das Visum erteilt bekommen haben und da meine Adresse auf dem Umschlag stand wohl/eventuell/vielleicht an mich verschickt worden sein. Die Mail an Roland ist ja nicht nur an ihn gegangen, sondern auch noch an 4 andere Empfänger (ja, hervorragender Datenschutz). Da wir telefonisch Niemanden erreichen konnten wissen wir es einfach nicht. War die Mail ein Fehler und es sind 2 Pässe in der Post, oder doch nur einer
Zusammengefasst:
Günter soll seinen Pass mit der Post bekommen – wartet noch!
Roland soll seinen Pass in Frankfurt persönlich abholen – warum auch immer!
Ich habe viel kombiniert, weiß aber offiziell gar nichts!
Plan:
Wir warten auf jeden Fall bis Freitagmittag bis Roland dann, im Zweifel, noch mal nach Frankfurt fährt und seinen Pass abholt. In der Hoffnung bis dahin Post erhalten zu haben.
Das Konsulat in Frankfurt bekleckert sich gerade nicht sonderlich mit Ruhm! 🙁
Nachtrag:
Gestern hat sich Kalle entschieden auch zu fliegen und die bekannten Hürden zu nehmen. Er war auch gleich bei mir und ich habe mit ihm zusammen alles, was möglich war, ausgefüllt. Er will das dann alles heute an das Konsulat schicken. Sein Abflug ist jetzt für den 11.12. geplant.
21.11.20 Steine
Grundsätzlich stellt sich dann ja immer die Frage warum?. Da habe sich so meine eigene Theorie. Das viele Bewohner dieses schönen Landes sich für etwas ganz besonderes halten, wird jedem, der es mehrfach bereist hat, schnell klar. Eine gewisse Obrigkeitshörigkeit ist besonders auf dem Land festzustellen. Abgesehen von der momentanen Störungen, um eine bessere Demokratisierung herbeizuführen, gibt es zwei Lager im Land. Lager eins ist, und das ist vielen von der Regierung in den letzten Monaten immer wieder eingeredet worden, der Meinung alles Üble käme aus dem Ausland und ganz besonders aus dem Westen. Wirtschaftliches Verflechtungen nehmen China explizit aus. Man hat völlig verdrängt, wo der Virus entstanden ist und sich ausgebreitet hat. Chinesen machen mit Abstand den größten Anteil an Auslandstouristen aus und sind extrem wichtig, denn über 20% des Bruttoinlandsproduktes stammen eben aus dem Tourismus, der zurzeit brach liegt. Der Inlandstourismus kann das nicht auffangen. Man schätzt, dass aktuell ca. 2,5 Mio. ihre Jobs im und im Zusammenhang mit dem Tourismus verloren haben. In Pattaya zum Beispiel ist seit Beginn der Pandemie die Einwohnerzahl um ca. 300.000 geschrumpft – noch einmal in Worten: DREIHUNDERTTAUSEND!!!
Das bringt dann die zweite Gruppe auf dem Plan. Die möchten das Land wieder öffnen denn die Wirtschaft und nicht nur im Tourismus ist extrem angegriffen. Auch die wollen nicht jeden um jeden Preis in Land lassen, setzen sich aber für vernünftige Einreisekontrollen ein. Das Land und die Wirtschaft braucht den Tourismus und die Arbeitsplätze, die daran hängen. Denn in den 2,5 Mio. sind ja nur die gemeldeten Arbeitsplätze gelistet. Die Dame die abends Brezeln verkauft und ihr junger Kollege mit den Sachen, die man gar nicht braucht, werden gar nicht gezählt, ebenso wie die „Damen“, die in den Unterhaltungsbetrieben arbeiten.
Grundsätzlich gibt es also einen Personenkreis, der will die westlichen Ausländer haben und einen anderen, der will das nicht – soweit das Vorwort.
Das, dass mit dem Einreisen diesmal nicht so einfach wird, haben wir ja gewusst und beim Besuch in Frankfurt ja auch am eigenen Leib erfahren. Kommen wir mal zum eigentlichen Grund dieses Ergusses
Gestern Nachmittag rief Roland; Günter hätte eine Mail bekommen, aus Frankfurt. Er müsse noch den Versicherungsnachweis nachreichen, für das Visum. Ich sagte, ich habe noch nichts bekommen, hatte die Mails vor 15 Minuten gecheckt. Wir, Roland und ich, werden das auch nicht tun müssen, denn am Dienstag hatte ich ja bereits diese und auch andere Unterlagen an das Konsulat weitergeleitet, aber ich schau mal nach. Und ich habe auch eine Mail – egal – ich schicke die Unterlagen nochmal raus, per Anlage als Mail natürlich und melde Roland den Vollzug. 15 Minuten später wieder eine Mail vom Konsulat: Unterlagen per Mail geht nicht ausschließlich per POST!!! Nicht aufregen, obwohl ich/wir ja eigentlich allen Grund dazu hätten. Nicht nur, dass das alleine schon eine Schikane ist, es ist auch überhaupt eine Schikane, denn dieser Versicherungsausweis wird nach eigenen Angaben vom 19.11.2020, genau dieses Konsulats, für das Visa selbst nicht benötigt – aber scheinbar doch verlangt. Verlangt wird diese Bescheinigung erst unter Punkt 2.3 nachdem man das Visum schon hat!
Jetzt darf sich jeder selbst ein Bild davon machen, wie sehr sich das Konsulat in Frankfurt bemüht, Touristen bei der Einreise zu unterstützen.
Übrigens war genau diese Information beim Konsulat Hamburg schon am 16.11.20 aktuell!
Ich habe alles Unterlagen ausgedruckt und das gleich 2 Mal, 2 Anschreiben, 2 Umschläge, 2 Briefmarken, Gewicht mehrfach geprüft und anschließend in 2 verschiedene Briefkästen versenkt – Mann weiß ja nie 🙄
16.11.20 Der Plan war gut, aber …
Früh geht es los nach Frankfurt. Roland ist bei mir. Wir haben Termin beim Thailändischen Konsulat und wollen uns unser Visum „abholen“. Alles ist gescheckt, ich bin zuversichtlich. Die Fahrt geht gut und wir sind kurz vor 09 Uhr in Frankfurt. Weiter zum Konsulat, wo wir keine 30 Minuten später eintreffen. Sind schon einige da, aber eben auch einige ohne Termin. Die werden nur drangenommen, wenn Zeit ist. Unter Termin ist vierten nach Zehn, aber wir kommen schon eine halbe Stunde früher dran. Fängt ja gut an. Drinnen müssen wir warten, bis wir aufgerufen werden. Dann geht es los. Leider aber ganz anders und nicht so wie wir uns das vorgestellt haben. Wir haben schon alle benötigten Unterlagen, aber nicht in der Form, die „dieses“ Konsulat haben möchte. Das ist umso ärgerlicher, weil man das alles nicht erahnen kann. Nirgendwo ist ein Hinweis auf diese speziellen Dinge angegeben.
Ein Beispiel:
Für dieses Visum benötigt man eine sogenannte Wohnsitzbescheinigung – also eine Bescheinigung des thailändischen Vermieters und der bestätigt, dass man auch da wohnt. Das haben wir auch vom Vermieter bekommen. Benötigt wird jetzt aber zusätzlich der Mietvertrag, sowie eine unterschriebene Kopie des Personalausweises des Vermieters. Haben wir nicht, war ja auch nicht so beschrieben.
OK, dann nahmen wir das Touristenvisum. Dafür brauchen wir weit weniger Unterlagen und die haben wir nach den neuesten Bestimmungen. Allerdings gibt es auch hier mehrere Probleme. Problem 1 – es gibt neue Bestimmungen, aber die sind in Hamburg, Berlin und München schon eingepflegt, in Frankfurt aber nicht. Die nächsten Tage – OK! Problem 2 – die Unterlagen kann man nicht einfach abgeben, wäre viel zu einfach, die MÜSSEN mit der Post zugeschickt werden; werden dann bearbeitet und wieder mit der Post verschickt. Wir sind ein wenig genervt, nützt aber nichts. Wir verlassen das Konsulat und sind gegen 11 Uhr schon wieder am Bahnhof. Roland braucht einen Kaffee, ich auch. Natürlich to Go im Sitzen in der Ankunftshalle. Corona sei Dank ist ja alles geschlossen 😥 Was nun? So war das alles nicht geplant. Rückfragen am DB Reisezentrum – Fahrkarten kann nicht geändert werden. Warten bis halb vier? Die Zeit hatten wir gebucht, weil zwischen zwei und drei Uhr hätten wir das Visum abholen können. Ich entscheide erst mal das Visum auf den Weg bringen. Da ist nicht so vorbereitet und so brauchen wir auf jeden Fall Umschläge, denn es MUSS ja per Post! In der Post am Hauptbahnhof finden wir Umschläge und einen Platz die Post vorzubereiten. Alles wird mehrfach geprüft. Ich habe mein Laptop dabei, mache ein Begleitschreiben, dass mir der nette Postmensch auch ausdrucken wird. Da das alles etwas dauert, ist er allerdings auch etwas genervt. Wir blockieren halt recht lange diese Plätze. Aber alles ist gut und es geht in die Post. Und jetzt? Ich halte Ausschau nach der Bundespolizei, mal Fragen wo man sich den als heimatloser in Frankfurt bis zur Abfahrt denn aufhalten kann. Roland sieht 2 Damen von der DB. Die können wir ja auch fragen. Die Damen sind sehr nett, einziger Anlaufpunkt wäre die Bahnhofsmission. Da könne man sich aufhalten und Kaffee gebe es auch noch, aber wir sollen doch mal den Hauptschaffner vom nächsten Zug nach Köln fragen, ob wir denn nicht doch mitgenommen werden. Das wollen wir versuchen und das klappt auch. Wir können schon um 13 Uhr unsere Rückfahrt antreten.
Noch einen Kaffee bei mir und Roland fährt der Heimat entgegen. Wir können jetzt nur warten. Unser geplanter Termin kann noch klappen. Geduld ist angesagt. Das Flugticket werden wir trotzdem in den nächsten Tagen bestellen, denn wir können es auch kostenlos ändern.
26.10.20 Der Vogel kann gar nicht früh genug sein
Eigentlich muss ich es ja nicht mehr sagen. Ich will dieses Jahr noch nach Thailand. Das ist auch grundsätzlich möglich für mich. Ganz so unkompliziert zwar nicht, aber eben möglich. Ich muss mir ein anderes Visa ausstellen lassen und dafür mehr Unterlagen nachweisen. Dann braucht man noch ein COE (ein Einreisezertifikat) von der Botschaft und auch dafür braucht man einiges, vor allem aber muss man aktuell für 2 Wochen nach der Einreise in bestimmte Quarantäne Hotels. Das habe ich nicht vor und werde warten bis sich dieser Zeitraum verringert. Dann wird dir große Rechnung aufgemacht – wenn der Drang dann größer ist wie die Zusatzkosten wird geflogen.
Polizeiliches Führungszeugnis ist schon beantragt und mit der Reiseversicherung habe ich auch gesprochen. Ich warte jetzt auf die Antwort der Botschaft, dann geht es weiter. 😉
01.05.20 Tag der Ankunft
Ich lege ja auf das Essen im Flieger keinen großen Wert, weil ich ja fast die ganze Zeit versuche zu schlafen. Kurz nach dem Start habe ich mir eine große Flasche Wasser besorgt und mich dann hingelegt. Musste zwar zwischendurch mal Pieseln, aber das wars dann auch. Frühstück kam und war nicht gerade üppig; eine Art Sandwich, ein kleines Töpfchen Joghurt und ein Müsliriegel. Getränke keine 😮 Einen Kaffee hätte ich gerne gehabt. Hatte ja noch Wasser. Der Flug an sich sehr ruhig. Ankunft am Gate und Durchsage: „Bitte sitzen bleiben, es wird erst das Gepäck ausgeladen, damit es später nicht zu Staus kommt (OK, wir sitzen hier zwar auch hier alle dicht gedrängt, aber … ), dauert ca. 15 Minuten!“ Die Ansage ist noch nicht verhallt da springen schon die ersten Spinner auf. Das wird allerdings schnell von den Flugbegleitern unterbunden – zurecht etwas lauter! Aussteigen dann auch in Zonen, war wiederum einige auch nicht verstanden haben. Den Einreisezettel solle man bei der Stewardess abgeben. Die schien aber auch nicht zu wissen, was sie damit dann machen soll. Draußen dann gar nichts, außer Regen.
Keinerlei Kontrolle der Abstände. Es ist kaum jemand unterwegs, aber das ist auch alles. Hier ist nichts abgesperrt und einige, wenn auch nicht alle Geschäfte sind offen. Es geht zur Passkontrolle und dort sind nicht viele Schalter besetzt. Ich sage zu Roland, lass uns rübergehen zu den Automaten. Roland neben mir schaut was ich mache und hält den Pass rein, das erste Tor öffnet sich, dann die Kontrolle mit der Kamera, es tut sich nichts. Ich bin schon durch. Roland steht noch immer da. Ich rufe ihm mal zu, er solle doch besser jetzt mal die Maske abnehmen 😉 So mit Maske wäre er so schwer zu erkennen 😆 Dann zur Gepäckausgabe. Unsere beiden Koffer kommen fast gleichzeitig Priority ist in Coronazeiten auch nichts wert.
Zoll kein Problem und dann zum Bahnhof. Roland wundert sich, er kennt sich hier ja auch nicht aus, freut sich dann aber über die Abkürzung. Wir haben noch was Zeit – Zeit für einen Kaffee.
Mein Zug kommt eine viertel Stunde vor seinem.
Hier ist dann die gemeinsame Rückreise beendet.
Im Zug bestelle ich mir dann ein Taxi und um halb 10 bin ich dann wieder zu Hause.
… und Masken habe ich genug
… alles was nicht versprochen war, ist dann eben von meiner Schwester übernommen worden.
30.04.20 Nass, aber trotzdem los
Morgens habe ich mich schon mal online eingecheckt und weil ich ja ein netter Mensch bin habe ich dann dann später auch für Roland gemacht. Ich, wie immer, Mittelreihe Gang, er Fensterplatz. Wir sitzen also nicht zusammen. Da er gestern vergessen hat meine Spezialmasken mitzubringen, müssen wir noch mal in den Borussia Park. Dann die Mopeds waschen lassen.
Die Rechnung habe ich schon bei Kwan bezahlt. Gut 600 EUR für knapp 2 Monate – überschaubar. Roland fährt zurück aber ich brauche noch etwas Service. Rasieren kann ich mich auch alleine, besser sogar, aber nicht so entspannend wie bei meinem Friseur in der Soi Buakhao. Keine Massage seit Wochen, das gönne ich mir.
Es wird wieder dunkler. Das ist Rolands Kramladen und hier ist auch der Friseur.
Es fängt an zu regnen. Als die Kugel poliert ist, hat es noch nicht aufgehört und ich schließe eine Maniküre an.
Jetzt tröpfelt es nur noch.
Ich brauche noch eine Flasche Wasser und muss noch die Wäsche abholen. Dann ist aber alles erledigt und ich kann mich intensiv um den Umzug kümmern – muss 😉
Der Pool ruft zwar, aber dafür ist er wieder im November Zeit. Roland kommt kurz vorbei und das Taxi kommt auch überpünktlich an. Die Fahrt zum Flughafen geht recht zügig. Der Highway ist nicht wirklich leer, normaler Verkehr. Am Flughafen selbst sieht es dann aber anders aus. Um diese Uhrzeit ist hier die Hölle los, heute gar nichts.
Von 10 Eingängen sind nur 2 offen. Den ersten verpassen wir, aber Nummer 9 ist auch auf. Natürlich auch hier ein Check der Temperatur und Handdesinfektion.
Check-in ist in der Reihe G, wir müssen zurück.
Noch sucht er den Flug 😆 Roland hat auch mein Gepäck auf einen Wagen laden lassen. Das nervt und wird geändert, ohne ist gewohnter und bequemer.
Eine Schlange beim LH Check-in sonst Leere. Roland stellt sich hinten an ich gehe dann mal an der Schlange vorbei zum Business-Class Check-in. Der ist frei und in 2 Minuten ist alles eingecheckt. Habe ja über die LH einen Zug nach Köln gebucht und eigentlich kann das Gepäck auch dahin gehen. Das mache ich aber nie. Ich will den Koffer in Frankfurt erhalten. Das mit dem AirRail dauert mir immer zu lange. Am Schalter bekomme ich noch 2 Zettel. Nummer 1 ist ein Infoblatt zum Thema Corona und „veraltete“ Verhaltensregeln“ Nummer 2 ist die ominöse „Einreisekarte“, die man irgendjemanden abgeben soll. Name, Adresse, Angaben zum Flug, Sitzplatz und einer Kontaktperson. Das ist alles.
Roland, der ja dazu neigt sich nicht zu informieren, ist mittlerweile gut 10 m weitergekommen. Ich lasse ihn mal alleine und fülle schon mal meine Einreisekarte aus. Er ist mittlerweile wieder etwas weiter gekommen und wäre sicher in 45 Minuten am Schalter. Das dauert mir aber zu lange und ich fragen ihn mal, warum es denn nicht zum freien Schalter „Fast Bag Drop“ geht, denn er hat ja schon seine Bordkarte. Jetzt hat er das Problem aus der Schlange wieder raus zu kommen. Ich wiederhole noch mal die Empfehlung Gepäck nur bis Frankfurt! Das macht er dann auch und ist plötzlich auch schon fertig.
Hatte beim Check-in schon mal nach Lounges und die Antwort bekommen: Keine Lounge geöffnet und auch Restaurants nicht – AHA 😡 Erst mal zur Sicherheitskontrolle. Übung macht den Meister und ich habe mich mittlerweile gut auf die Kontrollen vorbereitet. Kleidung ohne Metall und alles ist im Handgepäck so untergebracht, dass schnell und bequem aus- und einzupacken ist. Ich habe einen Trolley und eine Laptoptasche, beides gut gefüllt. Roland am Nachbarschalter eine gut gefüllte Weste und eine Laptoptasche. Nun ist er ja etwas vergesslich 😆 Weil er das weiß sagt er erst mal gar nichts und geht einfach so durch. Funktioniert aber nicht. OK er hätte drauf kommen können das man ihn nach einem Laptop fragt, wenn er mit einem Laptoptasche reist. Jetzt muss er alles auspacken. Logischerweise hat er alles einfach reingeworfen und dementsprechend füllt sich dann auch der Korb. Dann fragt man ihn nach der Powerbank: Hat er, nur weiß er nicht wo. Das große suchen beginnt. Um es mal kurz zu machen, es dauerte ungefähr 15 Minuten bis er durch die Sicherheitskontrolle war. Das war alles zu erwarten aber er hat daran keinen Gedanken verschwendet. War bis jetzt noch alles entspannt ist er jetzt mit den Nerven am Ende. Hier kann er nur froh sein, dass in Corona-Zeiten aber auch gar nichts los ist. In Normalzeiten hätte er einen ganzen Schalter blockiert und die Mitarbeiter wären sicher auch nicht so nachsichtig gewesen. So ist er halt. Ich hätte so gerne ein Foto davon gemacht, durfte aber nicht 🙁 Alles wieder verpackt bekommt er schon die nächste Panikattacke – Immigration. Die ist eine Etage tiefer und ich sage ihm: schau dich um da kann doch gar nicht voll sein. War es natürlich auch nicht. Dauerte bei ihm allerdings wieder etwas länger. Wie immer werden die Papiere geprüft – kein Problem. Dann wie der Einreise ein Foto gemacht. Dazu sollte man aber auch in die Kamera sehen. Vor allem, wenn der Beamte einen dazu auffordert. Problem ist eben nur, wenn man ihn nicht versteht. Dir Hürde wurde dann auch gemeistert und wir sind im Transit Bereich. Hier ist immer ein Gewusel, hunderte von Geschäfte usw. Nicht so heute!
Alles Leer, kein einziges Geschäft ist geöffnet und auch die Klimatisierung ist minimal. In Reiseklamotten am Rande von etwas zu warm, geschätzt 27°.
Ich, aber vor allem Roland, hofft auf einen kleinen Shop, wo man sitzen kann und etwas zu trinken bekommt. Den gibt es aber im Moment nicht. Auch nach Nachfrage bei einer Angestellten: all closed. Lounges öffnen wohl erst wieder im Juni.
Also zum Gate C3 und da steht dann ein Automat mit Getränken. Ich sehe nur, dass es etwas gegen, Münzen gibt und die habe ich nicht mehr. Patrick sagt später es geht auch mit Karte. Ist jetzt zu spät. Am Gate immer nur jeder 3. Platz soll belegt werden. Ich hatte ja erwartet, dass die Maschine nicht voll ist. Bin ja in letzter Zeit auch immer den A380 gewöhnt und so kommt es mir auch nicht so vor, als wenn die Maschine voll ist. Ich kann ja vor Roland einsteigen, sitze schon und immer mehr steigen ein.
Die Maschine füllt sich immer mehr. Nur ganz wenige Plätze bleiben frei.
Zum Glück der neben mir 😆 80 % der Passagiere behalten die Masken an. Von den restlichen 20 % sind die Meisten „jung und schön“ Der Flug startet pünktlich, kein Wunder.
29.04.20 fertig und nass
Heute noch ein letztes Projekt, quasi auf dem letzten Drücker. Ging aber nicht vorher. Im Sommer werde ich wohl dieses Jahr nicht hier sein, aber da steht Steuer und Versicherung für die Gelbe an. 28. Juli um genau zu sein. Dan kann man 3 Monate vorher verlängern und das wäre dann heute. Beim normalen TÜV geht das nicht, denn die stellen die Steuerplakette nicht selbst aus. Da dauert es immer 2 Tage, und morgen fliege ich. Heißt zum Department of Land an Transport. Das ist da wo es auch die Führerscheine gibt. Roland hat das dort auch noch nie gemacht und will mit. Das DLT liegt etwas außerhalb am Highway 36 neben der Regent School. Erst mal durch Naklua.
Da ist Ebbe und dann auf den Highway.
Am DLT ist nichts los gähnende Leere.
Kontrolliert wird man aber auch hier.
Drinnen geht alles Zugig. Erst die Versicherung und dann am Schalter 3 die Steuer Plakette.
Gut 10 Minuten und wir sind fertig.
Umwege sind angesagt, grobe Richtung ist der See.
Einmal rum und auf der Siam Country Club wider in Richtung Pattaya.
Roland will noch mal zu Mr. DIY. Der ist hier auf der Dark Side geöffnet.
Dann noch ml zum Abschluss in den BigC Extra. Dazu dann erst mal durch die Kontrolle. Heute muss ich auch den Führerschein zeigen, das erste Mal. Ich brauche nur etwas, Roland nichts. Ich habe etwas, Roland viel als wir rausgehen.
Tun wir aber auch nicht sofort denn Roland hat das Mango-Eis gestern so gut geschmeckt, er will heute noch mal eins, obwohl es draußen dunkler wird. Und dann haben wir den Salat – starker Regen. Ungeplante Pause.
Als es dann aufhört fahren wir los, beide wissen wir aber, dass wir nicht trocken ankommen würden. Dazu ist es noch zu weit zu fahren und es hat ja nicht ganz aufgehört. Vorne nass, der Rest trocken kommen wir wieder im The Garden an.
Noch ein Update. Die Kaffeetante Jo hat uns verlassen! Seit einem Monat ein ewiges hin und her war noch bis vor 2 Tagen der Stand: Kim fährt am 30. endgültig nach Buriram – Jo bleibt alleine in Pattaya. War aber nichts. Jo ist wohl heute, in leicht desolatem Zustand, MIT Kim nach Buriram gefahren und momentan hier im The Garden komplett ausgezogen. Keinem hat er was gesagt, was sicher auch seinem momentanen Zustand zuzuschreiben ist. Insgesamt ist man sich aber einig, das diese „Entscheidung“, wenn es denn eine war, keine gute ist. Auch ich erwarte ihn in absehbarer Zeit wieder in Pattaya, allerdings sehe ich seine Zukunft ohne Kim unter keinem guten Stern. Dazu ist er viel zu labil. Er ist alt genug!
War auf jeden Fall das Tagesgespräch im Pool. Roland und Herbert hatten dann noch ihre Abschlusszusammenkunft und ich bin mir im Borussia Park mein Abschluss Essen holen.
Wetter war ja nicht gut, ich war der einzige Gast. Scheinbar ist der Wachhund auch erschöpft.
Essen mitgenommen. War wieder lecker. Da mein Lieblingseis nicht da war, heute mal mit Salat.
28.04.20 Jomtien die letzte
Dienstag und eigentlich ist nicht mehr viel zu tun, heute jedenfalls. Morgen steht noch mal was an. Das ist aber morgen, heute will ich noch mal nach Jomtien fahren. Durch den Regen gestern sind viele Insekten geschlüpft. Gut für die Vögel, die lassen es sich schmecken.
Mich nerven vor allem diese Mini-Fliegen, kaum 2mm groß schwirren die dir die ganze Zeit direkt vor den Augen und sind nicht zu erwischen. Roland will mit ist allerdings während der Fahrt erstaunt, wie weit es doch ist. Er fragt mehrfach: Wo willst du hin? Immer noch Jomtien. Die Damen der Corner-Bar verkaufen aktuell auf der Naklua Saft.
Man könnte meinen bei dem Verkehrsaufkommen könnte man den Kreisel öffnen, aber das passiert nicht.
Auch wenn „das Glenn“ Bilder postet, wo der Himmel an der Beach Road strahlend blau ist, ist nicht so, seine Bilder sind bearbeitet. Es ist so diesig, dass man nicht mal Koh Larn erkennen kann.
In Jomtien an der Immigration ist gähnende Leere denn alle Visa werden automatisch bis zum 31. Juli verlängert.
Hier sieht man mal das Ausmaß der Corona-Krise. Hatte ja schon mal geschrieben, dass hier einige fast nichts mehr haben. Viele Restaurants bieten den Bedürftigen kostenloses Essen an. Anstellen ist für Thais kein Problem, in der Sonne stehen allerdings Höchststrafe.
So wird Reihe markiert und man sitzt zusammen im Schatten und wartet. Obwohl ich vorher gefragt habe, müssen wir dann doch noch tanken

Einmal durch den Lotus in Jomtien, ein leckeres Mango-Eis haben wir uns verdient.
Meinen Pepermint-Balm finde ich auch. Jetzt ist alles eingekauft und wir fahren zurück. Roland holt noch ein paar Brötchen im Best und beendet damit das tägliche Kulturprogramm. Im Pool bin ich heute alleine, macht nichts. Ein letztes Mal zu Tara Thai-Food zum Mitnehmen.
Komme im November wieder. Und noch 2 Flaschen Wasser im 7 eleven – Maskenpflicht, Temperatur messen und Desinfektion auch hier wie in jedem Laden.
Es schmeckt, ich werde das Essen vermissen 😥
27.04.20 Trüb
Das fing schon recht trübe mit leichten Regen und bis Mittag hat es sich nicht wirklich aufgeklärt.
Kein Grund also großartig die Anlage zu verlassen. Am frühen Nachmittag dann doch eine Auflockerung. Die Sonne kommt raus und es wird richtig schwül, weil die Feuchtigkeit verdampft. Trotzdem fahre ich mal zu Torti. Die Suppenküche könnte auch mal wieder aufmachen.
Der ist im Pool und ich habe keine Badehose dabei 🙁 Er gibt mir noch was für seinen Bruder mit. Ich habe jetzt keine Angst mehr, dass mein Koffer nicht voll wird. Zwar im Pool aber gedanklich ist er schon in der Planung für seinen neuen Laden. Er hat da 2 Varianten; beide haben Vor- und Nachteile. Unterschied ist hauptsächlich Lage und Kosten – da ist noch nichts entschieden. Ohne Pool ist mir zu warm und ich fahre wieder zurück. Zeit zum Abendessen, bei Tara. Tara ist Luftlinie einen guten Kilometer entfernt. Dort regnet es leicht, auf der Naklua nur Tropfen und am Garden trocken. Heute noch mal Farang Food, aber morgen wieder Thai Food.
Aus wenig kann man auch nicht viel machen 😉
26.04.20 Nur Sonntag
Sonntag ist hier ja auch Wochenende, trotzdem hat aber alles geöffnet. Ich müsste eigentlich nur ein paar Kleinigkeiten besorgen. Roland braucht noch zweifelhafte Dekoartikeln und etwas, dass er auch in Deutschland bekommen könnte, aber unbedingt hier kaufen muss. Die ersten Ladenlokale sind schon zu vermieten, hier neben dem Nachrichtentreff.
Windspiele für seine Schwester. Die gibt es im Kramladen. Zielsicher hat er genau die genommen, die ich liegen gelassen hätte.
Ich besorge noch was Praktisches für Joy, stand nicht auf der Liste – als kleiner Bonus 😉 Weiter zum BigC Extra.
Meine Sachen habe ich schnell im Wagen. Kommen wir mal zu Roland. Zuerst wollte er ja seinen „großen“ Koffer, ein Modell der späten 80er in Thailand lassen. Hat sich aber umentschieden. Er nimmt ihn jetzt wieder mit nach Deutschland und da rein kommt sein Bordtrolley. Der wird gefüllt und jetzt ist noch Platz. Da er ganz begeistert von meinem Halogenofen ist soll jetzt die größere Variante mit nach Deutschland. Ich habe ihm schon gesagt, dass man die auch dort kaufen muss und dass er wahrscheinlich den Stecker austauschen muss, ABER das hätte ich mir auch sparen können. Das Modell im Lotus war nicht so ganz das, was er sich vorgestellt hatte. Der im BigC ist zwar hellblau wird aber gekauft. Herbert hatte er noch von billigen Boxen vorgeschwärmt, Herbert und ich konnten und das nicht vorstellen, die sind aber nicht mehr zu finden. Er sprach von 1800 THB. Ich glaube ja, dass unser Adlerauge statt 18.900 nur 1800.
Er ist sich aber sicher, dass nur das Modell schon vergriffen ist. Dann mal wieder zurück und in den Pool.
Roland und Herbert sind dann auf einen Kaffee zum Borussia Park. Als ich mir dort später mein letztes Sonntags-Schnitzel bestelle, sitzen sie immer noch da. Es war wieder sehr lecker, hat gut geschmeckt und ich war wohl so gierig, dass es heute mal kein Schnitzel-Foto gibt.
25.04.20 dunkle Dark Side
Für Roland zu weit, aber ich will mal ein paar Kilometer fahren. Dark Side! Naklua und dann auf die Sukhumvit. Kleiner Abstecher in die Seitenstraße. Will doch mal sehen, ob die Kollegen die Gasse wieder geöffnet haben. Die ist noch zu, aber man hat auf der anderen Seite ein paar Mopeds deponiert.
So lässt sich die Sperre auch gut umgehen 😉
Hier bin ich noch nie abgebogen, die Zeit ist reif. Und schon finde ich einen Laden für Samen. Joys Bestellung ist damit auch erledigt 😀
Auch dieser Telefonladen findet Wilfrieds Handy zu alt.
Am Bypass ist kaum Verkehr und der Bahnhof ist auch nicht belebt.
Die Khao Talo allerdings schon und der Mr. DIY hat auch auf.
Roland könnte eine neue Pfanne gebrauchen, aber die muss er sich schon selbst kaufen.
Größe und Preis liegen in seinem Beuteschema 😆 Ohne was komme ich wieder nicht aus dem Laden. Von hier aus sollte es im Bogen um den See gehen.
Ein Blick nach oben und ich beschließe eine Abkürzung.
Ich sollte mich beeilen, nehme allerdings eine Abzweigung zu früh und muss durch eine andere Kontrolle, die an der Nuea.
Einige Thais scheinen die Kontrolle aber nicht zu mögen.
Ich fahre weiter, aber nicht weit – dicke Tropfen. Schnell um die Ecke und bei dem Reifenhändler untergestellt, wo ich auch den Reifendruck prüfen lasse.
Es regnet heftig und ich habe erst mal Pause.
Es regnet für knapp eine Stunde dann hört es auf. Problemlos durch die Kontrolle und noch etwas Wasser im Lotus mitgenommen.
Gegenüber eine Fachwerkstatt.
In Naklua selbst hat es bis dahin nicht stark geregnet. Das ändert sich aber als wir im Pool sind. Pool warm, Regen kalt – so irgendwie 😆 Herbert und Roland machen heute Pause, ich nicht. Ich fahre zu Tara, auch wenn es immer noch leicht regnet.
Das stört nicht. Heute gibt es noch mal die leckeren Spieße.
Das letzte Mal für diesen Trip 😯